FFW HaldenwangWebseite wird geladen…Der Start dauert länger. Erneut laden

B3 Person - Brand im Gebäude mit Person in Gefahr

Bericht Von Bastian Hörmann in der Allgäuer Zeitung vom 10. Februar 2026 Haldenwang In Haldenwang (Kreis Oberallgäu) ist am Montagvormittag bei einem Wohnhausbrand ein 91-jähriger…

Börwang

Brand

2026-02-09T22:35:00.000

B3 Person - Brand im Gebäude mit Person in Gefahr

LF 20/16

MZF

Bericht Von Bastian Hörmann in der Allgäuer Zeitung vom 10. Februar 2026 Haldenwang In Haldenwang (Kreis Oberallgäu) ist am Montagvormittag bei einem Wohnhausbrand ein 91-jähriger Mann gestorben. Laut Kreisbrandinspektor Robert Keppeler, der den Einsatz leitete, war der Alarm um 10.35 Uhr eingegangen. Im Wohnteil des Bauernhofgebäudes stand das Erdgeschoss in Vollbrand. Eine Person wurde zunächst als vermisst gemeldet. Ein Nachbar versuchte noch, sie zu retten, allerdings war das Feuer dafür bereits zu weit fortgeschritten, hieß es vor Ort. Gegen Mittag bestätigte die Polizei schließlich: Der vermisste 91-Jährige hat bei dem Brand sein Leben verloren. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, schafften es andere Bewohner noch, sich aus dem Haus zu retten. Eine 87-Jährige erlitt demnach eine leichte Rauchgasvergiftung. 60 bis 70 Feuerwehrkräfte aus Börwang, Haldenwang, Wildpoldsried, Kempten, Lauben und Leubas waren zu dem Einsatz gerufen worden. Die engen Straßen des gesamten Weilers standen am Vormittag voller Feuerwehrfahrzeuge. Die Löschwasser-Versorgung war für die Einsatzkräfte eine Herausforderung, sagt Robert Keppeler. Deshalb seien auch viele Einsatzkräfte nötig gewesen: Sie mussten die knapp zwei Kilometer lange Schlauchverbindung herstellen. Für erste Löscharbeiten war zuvor Wasser aus landwirtschaftlichen Fässern genutzt worden. Neben den Feuerwehrkräften war der Rettungsdienst mit knapp zehn Personen im Einsatz, außerdem die Polizei und laut Polizeipressestelle das Technische Hilfswerk (THW). Gegen 11.30 Uhr war der Brand bereits gelöscht. Verkohlte Fensterrahmen und die verrußte Fassade zeugten von dem Feuer, in der Luft lag ein beißender Geruch, über den Boden floss Löschwasser. Im Obergeschoss des Gebäudes waren durch die Fenster Atemschutzträger der Feuerwehr zu sehen. Sie warfen nach und nach Teppiche, Bodendielen und eine Matratze hinaus. Denn die Feuerwehr vermutete Glutnester in der Zwischendecke, erläuterte Einsatzleiter Keppeler. Gegen Mittag zogen die ersten Kräfte wieder ab. Die meisten aber waren noch bis zum Nachmittag beschäftigt, die Glut zu löschen, sagte Keppeler. Wie es zu dem Brand gekommen war, ist noch unklar. Die Kemptener Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei geht von einem Schaden von 100.000 Euro aus.